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Birds in the treetops....

Peru Rainforest Amazon Pachitea Llullapichis Panguana Species Diversity : Vögel der Baumkronen

Wer angesichts der schillernden Farben vieler tropischer Regenwaldvögel in den Baumkronen Amazoniens ein Heer ausgezeichneter Sänger vermutet, der wird schnell enttäuscht. Anders als in Mitteleuropa, sind die meisten Vögel Amazoniens nur krächzende Schreihälse. Ein Musterbeispiel dafür sind die Papageien, allen voran die Aras (Ara). Diese großen, bunten Vögel, von denen der Hyazinth-Ara (Anadorhynchus hyacinthicus) mit einem Meter Körperlänge der größte Papagei weltweit ist, sind wohl die beeindruckendsten Papageien Amazoniens. Wer Aras nur aus der Vogelhaltung kennt, ist erstaunt, wenn er die Flugkünste dieser prächtigen Vögel im Freiland beobachten kann. Meist in kleinen Gruppen, aber immer paarweise, fliegen sie kurz vor dem Sonnenuntergang laut krächzend zu ihren
Schlafplätzen. Auch Papageien sind eine stammesgeschichtlich sehr alte Tierfamilie, was man aus ihrer Verbreitung sowohl in der Neuen als auch in der Alten Welt, in Australien und Neuseeland ableiten kann. Ihr kräftiger Schnabel dient zum Knacken harter Früchte und Samen, ist aber auch als "dritter Fuß" eine ausgezeichnete Kletterhilfe. Aras decken ihren Bedarf an Mineralien, indem sie an bestimmten Plätzen des Regenwaldes Erde fressen. Die Kenntnis über die Lage dieser meist an Flussufern liegenden Mineraltankstellen geben die
Aras von Generation zu Generation weiter. Als Höhlenbrüter legen Aras zwei bis drei Eier in Baumhöhlen ab. Leider werden diese Nester, sobald sie entdeckt werden, oft von Papageienhändlern ausgenommen. Auch Tukane, ebenfalls knallbunt gefärbt und in den Baumkronen lebend, fallen zunächst durch ihre lauten, sehr einfachen Rufe auf. In kleinen Gruppen ziehen die geselligen Vögel durch die Bäume auf der Suche nach Früchten, Beeren, aber auch nach Insekten, Spinnen und Jungvögeln, die sie aus ihren Nestern holen. Ihre bunten Schnäbel haben neben dem Knacken hartschaliger Beeren und Käfer auch eine Signalfunktion zur Erkennung der Geschlechter.

Text und Fotos © Andreas Schlüter 2003-2004