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Panguana....

Río Pachitea - Panguana

Lage des Untersuchungsgebietes Panguana am unteren Río Llullapichis, einem östlichen Nebenfluss des Rio Pachitea

Luftaufnahme Regenwald Rainforest

In Amazonien wachsen auf wenigen Hektar mehr Baumarten als in ganz Europa. .

Peru  Rainforest Amazon Pachitea Llullapichis Panguana Species Diversity : Regenwald

Im Jahr 1968 gründete das deutsche Zoologenehepaar Maria Koepcke und Hans-Wilhelm Koepcke im peruanischen Regenwald am Río Llullapichis (= Yuyapichis) die Forschungsstation Panguana, benannt nach dem dort häufigen Steißhuhn, der ”Panguana” (Crypturellus undulatus, Tinamidae), wo sie Untersuchungen über Lebensformen durchführten. Als Unterkunft dienten zwei von Einheimischen verlassene Holzhütten. Zwei qkmRegenwald wurden vermessen und von einem etwa 15 km langen Wegenetz durchzogen. Zahlreiche Beobachtungen und Publikationen sind als Resultat ihrer Studien in die Wissenschaft eingegangen. Ein tragischer Flugzeugunfall, bei dem die bekannte Ornithologin Maria Koepcke ihr Leben verlor, setzte dem gemeinsamen Forscherleben ein Ende. Seine Beobachtungen, wertvolle Feldnotizen und oft auch Anstöße zu ungewöhnlichen Denkansätzen, stellte Hans-Wilhelm Koepcke, der nach seiner Rückkehr nach Deutschland am Zoologischen Institut und Zoologischen Museum der Universität Hamburg die Abteilung Herpetologie leitete, zahlreichen in- und ausländischen Wissenschaftlern zur Verfügung. Heute gehört Panguana zu den wenigen Orten des oberen Amazonasbeckens, von denen wir umfangreiche Kenntnisse der Flora und Fauna besitzen.

In der Mannigfaltigkeit unterschiedlicher Biotope liegt er besondere Reiz Panguana. Überschwemmungsfreier Hochwald (Terra firme), Sekundär- und Auwälder, Schwarz-, Weiß- und Klarwasser, verschiedene Uferbiotope und nicht zuletzt Plantagen und Viehweiden bieten Biologen aller Forschungsrichtungen hervorragende Grundlagen. Ein längerer Forschungsaufenthalt in Panguana ist für jeden Biologen ein Erlebnis, das ihn für immer begleiten wird. Dazu gehören auch die sehr einfachen Wohn- und Arbeitsbedingungen, die noch immer ein beträchtliches Maß an Entbehrunggsbereitschaft und Improvisation verlangen (Verhaagh 1986).

 

Text und Fotos © Andreas Schlüter 2003-2004